Apple wird 50

Am 1. April (kein Aprilscherz) im Jahre 1976 wurde die Firma Apple gegründet. Am Anfang stand der Apple I, der von Steve Jobs und Steven Wozniak als Platinencomputer für 666 USD verkauft wurde.
Der Nachfolger, der Apple II, wurde einer der beliebtesten Heimcomputer in den USA vor dem Commodore 64, der 1982 erschien.
Nach dem Ausflug in den Xerox Park entwickelte Apple mit der Lisa den ersten Computer mit einer grafischen Benutzeroberfläche. Da die Lisa für die meisten Kunden zu teuer war, kam 1984 der Apple Macintosh auf den Markt.
Ein transportabler All-In-One Computer, dessen grafische Oberfläche schnell zum Standard wurde. Von da an dauerte es nicht lange, bis die neue 16Bit-Computer der neueren Zeit alle eine grafische Oberfläche im Stil des Macs hatten: Der Atari ST mit GEM, der Amiga mit der Workbench und schließlich der IBM PC mit Windows.
Apples Mac verbreitete sich vorwiegend in Werbeagenturen und Druckereien. Und dies war in den 90ern auch der Grund, das Apple schwächelte. Steve Jobs, einer der Gründer, wurde seines Postens enthoben und verließ Apple. Er baute mit seiner Erfahrung von Apple ein neues Unternehmen: Next. Next hatte mit dem Betriebssystem NextStep ein futuristisches System, war aber von seinen Anforderungen an das System und von seinem Preis seiner Zeit um Jahre voraus.
Inzwischen hatte Apple seinen weiteren Niedergang. Man lizensierte Mac OS, um Klone zu ermöglichen, hatte mit dem Newton als erstes Pad ein interessantes, aber leider kaum verkauftes Gerät im Angebot.
Man musste das inzwischen veraltete System Mac OS 7 ersetzen. Und da taten sich zwei Optionen auf: einerseits BeOS, das zwar extrem leistungsfähig auf schwächerer Hardware war. Andererseits NextStep und Steve Jobs. Leider verlangte der Entwickler von BeOS zuviel Geld und so kaufte man Next und Jobs als Berater.
Nachdem Jobs es geschafft hatte, wieder als CEO eingesetzt zu werden, ging der Aufwärtstrend von Apple los. Mit dem iMac wurde der Mac als preisgünstiger und einfacher Weg ins aufsteigende Internet angepriesen und ein Verkaufsschlager. Die Lizensierung wurde eingestellt und die Klone verschwanden vom Markt.
Nextstep wurde als Mac OS X wiedergeboren, und noch heute gibt es einige Ecken, die an das Ursystem erinnern. Mit dem iPod gelang Apple der Einstieg in die Musikwelt. Die dazugehörige App iTunes mit dem integrierten Musicstore hatte Apple den Grundstein für den Weg in den Konsumentenhaushalt geebnet.
Der iMac bekam sein Portables Pendant: das iBook. Die Form des iMac änderte sich: erst zur "Schneekönigin" mit 17", dann zum eher Monitorähnlichen Form.
2005 wechselte die Macplattform vom PowerPC zum Intel Prozessor. Das iBook verwandelte sich in das MacBook.
2007 kam das erste iPhone auf den Markt, noch nicht mit dem AppStore aber mit dem heutigen durchgängigen Touchdisplay, das die Form aller Smartphones bis heute prägt.
Ab Mac OS 11 änderte sich das Aussehen des Betriebssystems. Zuvor sah das System mit Texturen und hochauflösenden Grafiken eher dreidimensional aus, nun wurde alles flach. Erst mit macOS26 sollte wieder ein großer Paradigmenwechsel stattfinden.
Die Hardware änderte sich auch. Das iPhone wurde größer, die Kameras wurden mehr und hochauflösender. Die Macs wurden in dem heute noch vorherrschenden Metall ausgeführt.
Die größte Änderung geschah aber in der Software. Viele Apps vom iPhone gelangten auf Mac OS und die Verzahnung zwischen Mac OS und iOS wurde enger.
Apple stellte das iPad vor, einen Tablet PC, der erst als größeres iPhone diente, aber immer mehr auch den klassischen Computer in einigen Anwendungsfällen ersetzt.
Auch wenn Steve Jobs anfangs gegen das iPad war, verkaufte es sich doch recht ordentlich.
Dann starb Steve Jobs und Tim Cook übernahm das Ruder. Unter seiner Ägide brachte Apple die Apple Watch heraus.
Die Apple Watch sollte erst als Modeaccessoire und später als Fitnesscoach dienen. Zahlreiche Gesundheitsfunktionen runden die Apple Watch ab.
Die Plattformen wurden harmonisiert, als Apple 2014 die Sprache Swift herausbrachte und im Laufe der Zeit mit SwiftUI ergänzte. Da unter allen Appleprodukten, inklusive der Apple Vision Pro, Darwin, ein Unixderivat, läuft und die entsprechenden Softwarebibliotheken angeglichen sind, kann man die Software ähnlich auf dem Mac als auch auf iPhone und iPad kompilieren lassen.
Auch ist es möglich mittels Catalyst iOS-Software ohne Änderungen auf dem Mac laufen zu lassen.
Nun wird Apple 50, hat viele Höhen und Tiefen durchgestanden. Herzlichen Glückwunsch!
