pBasic - ein klassisches Basic für den Mac

Früher in den 80'ern und Anfang der 90'er wurde jeder Computer, egal ob 8 oder 16 Bit, mit einem Basic standardmäßig ausgeliefert. Nachdem sich Windows durchsetzte, verschwanden die kostenlosen Basic Interpreter. 

Basic und andere Programmiersprachen wurden teuer. 

Erst mit Mac OS X im Jahr 2000 wurden dem System die Developer-Tools beigelegt. Diese waren aber eher professionelle Werkzeuge und Objective-C war alles andere als einsteigerfreundlich. 

Heute ist es dank Swift und anderen Programmiersprachen wie Python einfacher, den Zugang zur Mac-Entwicklung zu bekommen. 

Neben Swift und FreePascal habe ich ja auch mit PureBasic einen schnellen und einfachen Weg gefunden, von Anwendungen bis hin zu Spielen zu entwickeln.

Doch es gibt immer noch kleine Tools, die mich erstaunen. Ein Beispiel ist pBasic. pBasic ist ein in Swift geschriebener Basic-Interpreter, der sogar Sprite-, Sound- und Grafikprogrammierung in einem einfachen Basicdialekt möglich macht. 

pBasic verzichtet bewusst auf Befehle wie Goto und Gosub, als auch auf Maschinennahe Befehle wie Data, Peek und Poke. 

Es gibt zwei Varianten: einerseits im Mac-Appstore, andererseits als Teminal-Version mit Homebrew zu laden.

Die Appstore-Version sieht nach dem Start aus wie ein Röhrenmonitor und hier gibt man seine Befehle klassisch mit einer Zeilennummer ein. Die Zeilennummer wird nicht gebraucht und damit auch nicht abgespeichert. 

Mit den Befehlen Load und Save kann man sowohl Programme sichern als auch laden. Im Gegensatz zur Terminal-Version kann pBasic nur auf den pBasic-Ordner in den Dokumenten zugreifen. Die erzeugten Dateien sind einfache Textdateien und können mit TextEdit bearbeitet werden. 

Wenn man ein Programm eingegeben hat, kann man mit dem Befehl Edit das ganze in den Texteditor laden. In den Einstellungen hat man drei Optionen, wobei der TextEdit standardmäßig voreingestellt ist. Im Editor braucht man keine Zeilennummern und kann seine Programme auch einrücken. 

Da der Interpreter in Swift geschrieben ist, braucht man kein Xcode um damit zu arbeiten. Allerdings können auch keine richtigen Apps damit erstellt werden. Man kann die Terminal-Version aber als Script-Sprache nutzen.

Fazit: Ein hübsches kleines Spielzeug zum Programmieren Lernen. Läuft nur unter Apple-Silicon Macs, und ich finde, um der alten Zeiten willen sollte pBasic auf jedem neuen Mac installiert sein. Zum ersthaften Entwickeln taugt es nur bedingt, macht aber Spass. Die beigelegten Demos zeigen aber sehr schön was damit möglich ist. 

Kostenlos im Appstore zu laden.

Fünf von fünf Punkten, allein der Retro-Flair macht viel her.